Ende gut, alles gut: zum Saisonhöhepunkt Deutsche Meisterschaft zeigten die Neumarkter Bogenschützen nochmals ansprechende Leistungen, auch wenn sie mit der Titelvergabe diesmal nichts zu tun hatten. Alexander Nißlbeck wurde Neunter, Norbert Franz und Erik Kohler platzierten sich im Mittelfeld.


In der top hergerichteten Freiheitshalle im bayerischen Hof fanden am vergangenen Wochenende als Saisonhöhepunkt die Deutschen Meisterschaften der Bogenschützen statt. Die Schützen des ATSV Oberkotzau boten den 500 besten deutschen Bogenschützen hervorragende Organisation und so wurde nach dem großen Olympia-Erfolg von Rio diese Veranstaltung mit großem Zuschauerinteresse belohnt.
Von den Neumarkter Bogenschützen waren diesmal drei Starter dabei.
Erik Kohler war der Jüngste. Der 17-jährige Deininger startete bei seiner dritten Deutschen Meisterschaft in der Jugendklasse und hatte es dort mit 50 Konkurrenten zu tun. Erik Kohler hat eine wechselhafte Saison hinter sich: während er aufgrund seiner tollen Leistungen ins Regionalliga-Team der Neumarkter aufstieg und hier gleich sehr gute Ergebnisse und damit zur festen Stütze der Mannschaft über die ganze Saison wurde, so lief es in der Meisterschaftsrunde nach furiosem Start nicht mehr so gut. Erik Kohler qualifizierte sich dennoch sicher für diese nationale Meisterschaft, dies allein ist ja schon ein Ausrufezeichen wert. Mit 526 Ringen konnte er Platz 39 belegen – doch der trainingsfleißige Nachwuchsschütze nimmt es sportlich und will nun nach der notwendigen Regeneration in der kommenden Freiluftsaison wieder voll angreifen.
Auch für Alexander Nißlbeck hat die Saison zwei Gesichter: er wurde von Coach Roland Wexler aufgrund seiner sehr guten Leistungen in das Team der 1. Bundesliga berufen und zeigte hier wirklich hervorragende Top-Ergebnisse, wurde in seiner ersten Saison gleich an allen Wettkampftagen fast durchgehend eingesetzt. In der Meisterschaftsrunde lief es für den 17-jährigen aus Schwarzach zu Beginn sehr gut, bevor er dann eine kleine Tal-Sohle durchschreiten musste. Zur Deutschen Meisterschaft hin lief es aber mit intensivem Training bei Alexander Nißlbeck wieder besser und so zeigte er in Hof eine gute Leistung. Nachdem die anfängliche Nervosität beseitigt war, kämpfte er sich unter den 34 Startern der Juniorenklasse immer weiter nach vorne und wurde am Ende mit 555 Ringen und Platz neun belohnt. Auch für ihn steht nun eine kurze Regeneration an.
Norbert Franz war der Dritte im Neumarkter Bunde, der die Farben der Oberpfälzer in Hof vertrat. In der Altersklasse hatte auch er es mit 50 Konkurrenten zu tun. Nachdem er in den vergangenen Jahren immer zum Favoritenkreis zu zählen war und auch schon zahlreiche nationale Erfolge aufweisen kann, konnte er diesmal dieser Rolle nicht ganz gerecht werden. Die Saison war auch für ihn als Bundesliga-Schütze anstrengend und lang, am Ende hatte er einfach nicht mehr die Form, die man braucht um um den Deutschen Meistertitel mitzukämpfen. Platz 23 sprang für den Neumarkter heraus, eine mehr als ehrenwerte Leistung in diesem erlesenen Starterfeld .